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Pressestimmen zu Julie Mehretus Grey Area

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"Zeig mir die Stadt"
Pressestimmen zu Julie Mehretus Grey Area


Im Zentrum des Werks von Julie Mehretu stehen drängende Themen wie Migration oder der rasante Wandel der Städte. Für das Deutsche Guggenheim hat sie die Auftragsarbeit "Grey Area" realisiert, einen siebenteiligen Gemäldezyklus, der sich mit urbaner Architektur, Krieg, Zerstörung und nicht zuletzt ihren Eindrücken von Berlin auseinandersetzt. Die Presse reagiert begeistert auf Mehretus im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtige Arbeiten.


"Mehretus magische Stadtbilder" erscheinen Christina Tilmann vom Tagesspiegel als "ein raffiniertes Spiel mit Erinnerung und Auslöschung, mit Rekonstruktion und Verfremdung." Sie betont den Bezug der Arbeit zu Berlin, den Ort ihrer Entstehung: "Es ist die passende Kunst für eine Stadt, die sich immer wieder neu erfunden und zerstört, vereinigt und getrennt, überbaut und abgerissen hat.(…) Sie hätte keinen besseren Zeitpunkt, keinen besseren Ort wählen können." Ähnlich argumentiert auch Ingeborg Ruthe in der Berliner Zeitung: Mehretus "enigmatische Bilder" sind "lesbar wie poetische Stadtpläne. Kartografische Lyrik, die vom immerwährenden Aufbauen und Zerstören, vom Planen und Verwerfen erzählt". "Mit Berlin hat diese Malerei allerhand zu tun, aus Mehretus Sicht vereint die Stadt wie kaum eine zweite die Utopien und Katastrophen (…) des 20. Jahrhunderts." Auch Style Mag konstatiert: "Die Grauzone ist der vage Zustand des Übergangs, der Transformation, in dem sich Berlin nach wie vor befindet. Mehretu illustriert die Unbestimmtheit jedoch nicht, sondern reflektiert sie." Barbara Hein von der ART zitiert dazu die Künstlerin: "Diese vielen Facetten von Geschichte geballt an einem Ort haben meine Arbeit unglaublich bereichert." Hein erscheint die Guggenheim-Schau als "ein fulminanter Abschied" für Mehretu, die nach ihrem Berlin-Aufenthalt wieder zurück nach New York gezogen ist.

Auf ihren "faszinierenden verschachtelten Metropolenporträts" tauche die Künstlerin, so Barbara Wiegand von Deutschlandradio Kultur, "tief ein in urbane Strukturen." Ihre "Vielschichtigkeit und die damit verbundene Vieldeutigkeit ist es, die Julie Mehretus Arbeiten so sehenswert macht." Sie zeigen, was "die Faszination der Städte ausmacht: eine mitreißende Dynamik, genauso wie ein bedrohliches Tempo, großzügige Strukturen sowie eine irritierende Unübersichtlichkeit." Auch für art-in-berlin veranschaulicht Grey Area urbane Realitäten. Dabei verbinde Mehretu "ein kollektives Gefühl von Stadtleben" und "ganz persönliche Empfinden". "Die mit Kunstharz versiegelten Schichten ihrer Acryl- und Tuschebilder bergen die Erfahrungen der Migration der Künstlerin sowie gesellschaftliche Turbulenzen und bündeln diese in einem energetischen Spiel aus Form und Farbe." Tom Mustroph spricht im Neuen Deutschland von einer "beeindruckenden Ausstellung. Im hohen und großzügigen Raum der Galerie Deutsche Guggenheim entfalten Mehretus Riesenleinwände eine besondere Wirkung." Sie "entpuppen sich als komprimierte Geschichtswerke." Aus ihren Recherchen "destilliert Mehretu abstrakte Grundformen, die dann mit hauchzarten Linien auf die Leinwand aufgetragen werden. Später aufgetragene Schichten können als metaphorische Darstellung von Benutzung und Zerstörung, Verfall und Verwandlung interpretiert werden. Dabei löscht jeder neue Auftrag das Darunterliegende, wird seinerseits jedoch von dem von unten Durchscheinenden durchbrochen. Diese visuelle Dialektik lädt zu einem unendlichen Schauen ein." Für Brian Dillon vom britischen Guardian demonstriert vor allem das Gemälde Middle Grey den "visuellen Ehrgeiz" der Künstlerin: "Eine immense Vielfältigkeit der Linien, Punkte, Rauten, semi-figurativen Andeutungen und schroffen abstrakten Formen strahlt aus seinem geheimnisvollen Zentrum." Die Auslöschungen und Verwischungen auf den Bildern ihrer neuen Serie wirken für Dillon "zunächst melancholisch". Doch die blassen, gräulichen Passsagen erweisen sich als "Leerstellen, die darauf warten gefüllt zu werden. Und Grau, das belegen diese Gemälde ebenfalls, ist die Farbe der Möglichkeiten, die Farbe der Hoffnung". Elke Buhr bemerkt in Monopol, es gehe in Grey Area um das "Prinzip der Stadt". "Falls es überhaupt möglich ist, die Komplexität, die man so schnell mit dem Begriff der Globalisierung zu benennen versucht, in Bilder umzusetzen, dann ist Julie Mehretu auf dem Weg dazu." (…) "Es kann einem schwindelig werden bei dem Versuch, ein Gemälde von Mehretu nachzuvollziehen. Sie vereinfacht nicht, sie lässt die Welt so schwierig, wie sie ist – und erschafft Schönheit aus Komplexität."




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