In dieser Ausgabe:
>> Cai Guo-Qiang in New York / Max Bills "Kontinuität" zieht um / Von der Deutschen Bank geförderte Ausstellungen ausgezeichnet
>> Die Deutsche Bank VIP-Lounge auf der TEFAF / Neu: Deutsche Guggenheim Magazine

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TEFAF 2008:
Ellen Gallaghers Serie DeLuxe in der VIP- Lounge der Deutschen Bank




Ellen Gallagher, aus der Serie "DeLuxe", 2005,
Sammlung Deutsche Bank, Courtesy Gagosian Gallery

Auch in diesem Jahr wird die Deutsche Bank als Co-Sponsor der TEFAF mit einer VIP-Lounge auf der weltweit führenden Messe für Kunst und Antiquitäten in Maastricht vertreten sein. Nicht ohne Hintersinn lautete bereits 2007 das Motto zum 20-jährigen Bestehen der Messe "Simply the Best". 2008 wird erneut ein Jahr der Superlative. 227 internationale Galerien und Kunsthändler zeigen vom 7. bis zum 16. März Exponate von der Antike bis zum 21.Jahrhundert – Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Möbel, Buchkunst, Textilien, Porzellan, Silber und Juwelen. Der geschätzte Wert der Ausstellungsstücke beträgt über eine Milliarde Dollar, wobei die Preziosen von Juwelieren wie Graff, Bulgari oder Chopard nicht mitgerechnet sind. Neben den traditionell vertretenen Bereichen mit Kunstschätzen der Antike, des Mittelalters, der Renaissance oder Gemälden Alter Meister gewinnen die Ausstellungssektionen für asiatische und Gegenwartskunst auf der niederländischen Messe zunehmend an Bedeutung.




Ellen Gallagher, "DeLuxe", 2005,
Sammlung Deutsche Bank, Courtesy Gagosian Gallery

So wird auch die VIP-Lounge der Deutschen Bank auf der TEFAF 2008 einem jungen Meisterwerk gewidmet sein – Ellen Gallaghers 60-teiliger Serie De Luxe (2004/2005), die 2006 als eine der bedeutendsten Neuwerbungen für die Unternehmenssammlung angekauft wurde. Neben Kara Walker zählt Gallagher zu den bedeutendsten afroamerikanischen Künstlerinnen der Gegenwart. Ihre Serie DeLuxe basiert auf Archivmaterial aus Magazinen wie Ebony, einer erfolgreichen Lifestyle-Zeitschrift, die 1945 eigens für den afroamerikanischen Markt entwickelt wurde. Gallaghers Gemälde und Zeichnungen sind von listigen Eingriffen gekennzeichnet, wie zum Beispiel den Kulleraugen und Perücken aus Knetgummi, mit denen sie die Anzeigenvorlagen nachträglich ausstattet. Ihre visuellen Kommentare hinterfragen die Vergangenheit und unterwandern die Sprache und die Verhaltensmuster, die die Anzeigen propagieren. Indem sie sowohl authentisches als auch erfundenes historisches Material als Vorlagen verwendet, entlarvt Gallagher kulturelle "Wahrheiten" als Versprechen der Werbung und zwingt den Betrachter, sich mit manipulierten Informationen auseinander zu setzen. In ihrer Arbeit geht es um die amerikanische Identität; darum, wie diese Identität zunächst angepasst und dann geglättet wird, wobei die Konflikte bestehen bleiben. Die Spannung beruht hierbei auf dem subtilen und zugleich harten Wechselspiel zwischen dem strengen Formalismus minimalistischer Kunst und dem historisch aufgeladenen Archivmaterial. Mit ihrer Bezugnahme auf Jazz und Minimal Art sorgt Gallagher für völlig neuartige visuelle Erfahrungen.



Ellen Gallagher, aus der Serie "DeLuxe", 2005,
Sammlung Deutsche Bank, Courtesy Gagosian Gallery

Für De Luxe wird in der exklusiven Deutsche Bank VIP-Lounge eine Rauminszenierung geschaffen, die die Atmosphäre eines Kinos oder eines Theaters erzeugt. In der gänzlich in tiefen, samtigen Rot-Tönen gehaltenen Lounge wird die Serie effektvoll ausgeleuchtet und wie auf einer Leinwand oder Bühne präsentiert, wobei der Fokus gänzlich auf der Präsentation dieser großformatigen Arbeit liegt. Mit der Ausstellung von DeLuxe unterstreicht die Deutsche Bank ihr Engagement für moderne und zeitgenössische Kunst und das Bestreben, aktuelle gesellschaftliche Themen vor kunsthistorischem Hintergrund zu beleuchten.

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