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Deutsche Bank ist 2007 Hauptsponsor des Deutschen Pavillons auf der 52. Biennale Venedig


Die alle zwei Jahre stattfindende internationale Ausstellung La Biennale di Venezia ist weltweit das bedeutendste Forum der zeitgenössischen Kunst. Es ist der Deutschen Bank deshalb eine besondere Freude, 2007 als Hauptsponsor den Deutschen Pavillon auf der 52. Biennale in Venedig zu unterstützen, in dem die Bundesrepublik traditionell von einem nationalen Künstler vertreten wird – dieses Jahr von der in Berlin lebende Künstlerin Isa Genzken, kuratiert von Nicolaus Schafhausen, Direktor des Witte de With, center for contemporary art in Rotterdam.


Isa Genzken,
Foto: Wolfgang Tillmans


"Ich habe mir schon oft vorgestellt, den Deutschen Pavillon zu bespielen. Vermutlich ist jetzt aber der beste Zeitpunkt, es wirklich zu tun. Dass ich es gemeinsam mit Nicolaus Schafhausen machen kann, freut mich sehr", äußerte Isa Genzken, für die mit dem deutschen Beitrag auf der Biennale ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung ging.


Isa Genzken, Ohne Titel, 2002,
Sammlung Deutsche Bank





Für die Sammlung Deutsche Bank wurden erste Papierarbeiten und Fotoserien Genzkens schon zu Beginn der neunziger Jahre erworben und bis in die Gegenwart ergänzt. Seitdem gab es mehrfach Berührungspunkte mit den Kunstaktivitäten der Deutschen Bank. So entwickelte die Künstlerin für die Kunstreihe Moment, mit der die Deutsche Bank Art temporäre Kunstwerke im öffentlichen Raum lanciert, den Projektvorschlag Weltempfänger. Ab dem 1. September 2006 werden Werke von Isa Genzken in der Jubiläumsschau All The Best im Singapore Art Museum zu sehen sein – dem abschließenden Höhepunkt einer Ausstellungsserie, mit der die Sammlung Deutsche Bank ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Isa Genzken, Ohne Titel, 2002,
Sammlung Deutsche Bank


Nicolaus Schafhausen, der als Kommissar des Deutschen Pavillons Julian Heynen folgt, ging es bei seinem Votum für Isa Genzken um eine "Unangepasste", um jemanden, "dem Inhalte wichtig sind". "Mir fallen nur wenige ein, die Zeit und Realität so subtil und gesellschaftskritisch kommentieren, wie diese Künstlerin." Dass seine Wahl nicht auf einen Vertreter der jungen Künstlergeneration fiel, sondern auf die 1948 geborene Bildhauerin, die bereits 1992 und 2002 auf der documenta und auch mehrfach auf der Biennale in Venedig vertreten war, soll Zeichen setzen.



Isa Genzken, Ohne Titel, o.J.,
Sammlung Deutsche Bank

Seit Genzken in den siebziger Jahren in der Weiterführung von Minimal Art ihre ersten abstrakten Skulpturen entwickelte, entzieht sich ihr kühles und häufig von formaler Strenge geprägtes Oeuvre eindeutigen Zuschreibungen und schließt Video, Fotografie, Film, Zeichnung, Collagen und Collagenbücher mit ein. Genzkens Werk setzt sich mit den traditionellen Themen der Skulptur auseinander – der Ordnung von Masse und Volumen, der Beziehung von Objekt, Raum und Betrachter.


Isa Genzken, Ohne Titel, 1987

Dabei zielt es zugleich auf das Spannungsfeld zwischen Architektur, Werbung, Design und Medien und untersucht, wie die Wahrnehmung des öffentlichen Raumes unser Bewusstsein prägt und konditioniert. Indem die Künstlerin neben "klassischen" Baustoffen auch Alltagsutensilien wie Spiegelelemente, Plastikfolie oder Fundstücke für ihre skulpturale Arbeit nutzt, lädt sie ihre Installationen mit persönlichen, sozialen, architektonischen, institutionellen Referenzen auf.


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