In dieser Ausgabe:
>> Eric Fischl: Räume für das Illegitime
>> Portrait: Anna Orlikowska
>> Was machen Sie im Sommer?
>> On the Road/ Off the Road

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Reise ins Licht
Von London an die Côte d’Azur



Von London geht es mit Zwischenstopp in Paris an die Cote d’Azur: neben mondänen Strandpromenaden und idyllischen Bergdörfern, Pinienhainen und Lavendelfeldern lockt Südfrankreich auch mit jeder Menge Kultur.



Zu sehen in der Serpentine Gallery:
Thomas Demands C-Print "Klause 2", 2006,
Courtesy Victoria Miro Gallery, London,
©2006 Thomas Demand / DACS

Miuccia Prada war da, Hedi Slimane und auch Mario Testino. Glamour- und Kunstszene erlebten bei der Eröffnung von Thomas Demands Schau in der Serpentine Gallery ein All Over aus zugleich beunruhigenden und eleganten Arbeiten – sicherlich einer der Höhepunkte des Londoner Kunstsommers. Die Wände der Ausstellungsräume überzieht eine Efeu-Tapete, deren Muster nachts auch auf einen von Rem Koolhaas entworfenen Baldachin projiziert wird. Als transluzentes Dach schwebt er über dem Sommer-Pavillon der Galerie mitten im Hyde Park. Die temporäre Konstruktion wird als Café und Veranstaltungsort für die Time Out Park Nights genutzt. Nach dem Besuch von Demands Environment bietet sich der Hyde Park für ein Picknick an: am besten stilecht britisch mit Gurken-Sandwichs und Scones.


Albert Oehlen, Ohne Titel, 1978,
Sammlung Deutsche Bank


In der Themsemetropole ist deutsche Kunst gerade schwer angesagt: Die Whitechapel Gallery zeigt Gemälde von Albert Oehlen während bei Hauser & Wirth Martin Kippenberger gemeinsam mit Dieter Roth präsentiert wird. Und bei Parasol Unit sind die dynamischen Bilder des Leipzigers David Schnell zu bewundern.



Still aus Pierre Huyghes 2005
in der Antarktis entstandenem Film "A Journey that Wasn't",
Foto: Pierre Huyghe, Courtesy of Marian Goodman Gallery, New York/Paris,
©Pierre Huyghe


Wunderland mit Überraschungseffekten – mit Filmen, Installationen und gigantischen Türen, die durch den Raum tanzen errichtet Pierre Huyghe in der Tate Modern seinen Celebration Park. Von der Espresso Bar im vierten Stock des Museums hat man einen tollen Blick über die Themse. Wer noch höher hinaus will, besucht das Restaurant im 7. Stock – ideal, um neue Kräfte für den Besuch der großen Wassily Kandinsky-Retrospektive zu sammeln.




Lothar Baumgartens
Theatrum Botanicum für die Fondation Cartier Paris,
Foto: Patrick Gries, Courtesy Fondation Cartier



Stop over in Paris: Gerade in der Hitze des Sommers lohnt sich ein Besuch der Fondation Cartier oder des gerade eröffneten Musee du Quai Branly. Denn die Gärten der beiden von Stararchitekt Jean Nouvel entworfenen Museen sind grüne Oasen im Häusermeer der französischen Hauptstadt. Feigenbäumen, Rosmarinstauden und ein grasbewachsenes Amphitheater – der Garten der Fondation Cartier verströmt fast mediterranes Flair. Im Ausstellungshaus gibt es Filme und Installationen von Agnès Varda zu sehen, einer der Schlüsselfiguren des europäischen Autorenkinos. Über 15.000 Pflanzen überwuchern eine der Fassaden von Nouvels neuem Musee du Quai Branly. Archaische Stammeskunst wird hier in einer innovativen High-Tech-Architektur präsentiert, die in einen kleinen Wald aus Eichen, Kirschen und Magnolien eingebettet ist.


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