In dieser Ausgabe:
>> Eric Fischl: Räume für das Illegitime
>> Portrait: Anna Orlikowska
>> Was machen Sie im Sommer?
>> On the Road/ Off the Road

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Gustave Moreau, Tanzende Salomé (Detail),
©Musée Gustave-Moreau, Paris



Das Centre Pompidou besitzt zwar keinen Garten, aber der Blick über die Dächer der Stadt während der Fahrt durch die durchsichtigen Röhren an der Fassade ist immer wieder ein Erlebnis. Auf dem Programm stehen hier Retrospektiven von Jean Luc Godard und David Smith. Wer Sehnsucht nach dem Fin de Siècle verspürt, dem sei das Musée Gustave-Moreau empfohlen. Im ehemaligen Wohnhaus des Symbolisten, malerisch in einer steilen Gasse am Montmartre gelegen, hängen die seine phantastischen Szenerien dicht and dicht – Bilder zwischen Traum und Alptraum, gemalt wie in einem Opiumrausch.



Paul Cézannes "Maison au toit rouge" (1885-86) ist zu seinem 100. Geburtstag
im Musée Granet, Aix-en-Provence zu sehen, © DR

Auf gen Süden: In Aix-en-Provence wird ein anderer Vater der modernen Malerei mit einem grandiosen Kunstparcours gefeiert. Cézanne en Provence verdeutlicht, wie stark den Künstler die Landschaft seiner Heimat geprägt hat.



Die Villa des Arènes in Nizza beherbergt das Musee Matisse

Die Farben und das Licht Südfrankreichs spiegeln sich auch im Werk von Henri Matisse, der lange Jahre an der französischen Riviera gelebt hat. Ein Fenster blickt auf Palmen in einem Garten, sinnlich räkelt sich die Odaliske – seine farbintensiven Gemälde präsentiert das Musee Matisse in einer leuchtend roten Villa in Nizza, der Heimatstadt des Künstlers. Ein Kontrastprogramm dazu bietet das Musée d'Art Moderne et d'Art Contemporain, dessen Fassaden unter anderem von Sol LeWitt und Arman gestaltet wurden. Ein echtes Highlight: der Yves Klein Saal mit rund 20 wichtigen Arbeiten.


Skulpturen von Giacometti im Hof der Fondation Maeght,
©Fondation Maeght


Nahe dem Bergdorf St-Paul-de-Vence im Hinterland von Nizza liegt die Fondation Maeght. Wie riesige Sonnensegel krönen zwei helle Betonbögen das Dach des kühlen modernistischen Gebäudes. Gezeigt werden hier Meisterwerke der Klassischen Moderne von Joan Miró, Georges Braque oder Fernand Léger, im Garten beschirmen Pinien Alberto Giacomettis fragilen Skulpturen.



Die Giardini Botanici Hanbury liegen direct an der Mittelmeer-Küste

Atemberaubende Ausblicke auf die Mittelmeerküste bietet eine Fahrt über die Grand Corniche nach Menton mit seinen glamourösen Belle Epoque-Hotels. Dank des milden Klimas gedeihen rund um das Seebad die Zitronen besonders üppig. Ein besonderes Souvenir: Zitronenkonfitüre von Herbin in der Rue du Vieux Collège. Die kleine Festung am alten Hafen beherbergt das Musee Cocteau mit Mosaiken, Fresken und Keramiken des Multitalents. Nur ein paar Kilometer entfernt, direkt hinter der Grenze zu Italien, liegen die Giardini Botanici Hanbury. Mediterrane Idylle pur: Mit seinen duftenden Kräutern und den bizarr geformten Kakteen, Pavillons, Terrassen und Brunnen gilt der direkt am Meer gelegene Garten als einer der schönsten Europas.

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