In dieser Ausgabe:
>> Eric Fischl: Räume für das Illegitime
>> Portrait: Anna Orlikowska
>> Was machen Sie im Sommer?
>> On the Road/ Off the Road

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Von Berlin nach Bonn:
99 Wölfe, schwarze Nylons und Meisterwerke aus New York


Die "Guggenheim-Tour" führt von Berlin, Sitz des Deutsche Guggenheim, nach Bonn, wo Highlights aus der Sammlung des New Yorker Stammhauses präsentiert werden – das Must-See des deutschen Kunstsommers.



Wölfe für die Cai Guo-Qiang Installation "Head On" im
Deutsche Guggenheim im New Yorker Studio des Künstlers
©courtesy Cai Studio


The Art of Tomorrow – mit dieser Ausstellung würdigt die Ausstellungshalle Unter den Linden die Künstlerin und Kuratorin Hilla von Rebay, der das New Yorker Guggenheim Museum den Grundstock seiner herausragenden Sammlung verdankt. Danach wird das Deutsche Guggenheim von 99 Wölfen erobert. Das aus Schafsfellen gefertigte Rudel ist Teil der Installation Head On, die der chinesische "Global-Player" Cai Guo-Qiang speziell für Berlin konzipiert hat.



Via Lewandowskys Installation "Von Hinten" im Garten des Haus am Waldsee,
Foto: Bernd Borchardt, courtesy Haus am Waldse


Boomtown Berlin? Auf jeden Fall was die zeitgenössische Kunst anbetrifft. Die in der Hauptstadt lebenden Stars der internationalen Kunstszene stehen im Zentrum der Ausstellung Anstoß Berlin im Haus am Waldsee. In der abseits der üblichen Trampelpfade in Zehlendorf gelegenen Villa belegen mehr als 60 Künstler wie Jonathan Meese, Candice Breitz oder Norbert Bisky das kreative Potential der Stadt. Einige Arbeiten sind auch im wunderschönen Landschaftsgarten der Villa zu finden, so auch eine unterirdische Installation von Olafur Eliasson, die den Blick auf einen geheimnisvoll glühenden Feuerball freigibt.




Jetzt ein Museum: die Max Liebermann-Villa am Wannsee,
Foto: courtesy Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V./Wandrey

Unter alten Bäumen flaniert man ebenfalls im Garten der kürzlich als Museum wiedereröffneten Liebermann-Villa direkt am Wannsee. In den frisch restaurierten Räumen sind rund 40 Arbeiten des Berliner Impressionisten zu sehen.



Wasserschloss Groß Leuthen:
Ausstellungsort für die Ausstellungsreihe "Rohkunstbau",
Foto: Arwed Messmer, courtesy Rohkunstbau

Doch wie wär’s mit einer richtigen Landpartie? Eine Tour durch den Spreewald hat mehr zu bieten, als Kahnfahrten auf baumumsäumten Kanälen, sorbische Volkskunst und Gurkenfelder. Im historischen Ambiente des Wasserschlosses Groß Leuthen zeigt die Ausstellung Rohkunstbau ortsspezifische Installationen internationaler Künstler wie Monica Bonvicini oder Gregor Schneider. Nach dem Kunstgenuss springt man zur Abkühlung in den See direkt vor dem Schloss oder genießt im nahe gelegenen Terrassencafé unter einem Sonnenschirm ein Stück Erdbeerkuchen.



Zaha Hadids Wissenschaftsmuseum Phaeno in Wolfsburg
©Foto: Klemens Ortmeyer

Auf in die ehemalige Hauptstadt! Ein lohnender Zwischenstopp ist Zaha Hadids spektakulär-futuristisches Wissenschaftsmuseum Phaeno in Wolfsburg. Oder die Museumsinsel Hombroich. In der saftig grünen Auenlandschaft begegnen die Besucher minimalistischen Bauskulpturen, in denen hochkarätige Kunst in ungewöhnlichen Kombinationen zu sehen ist: Gemälde von Gotthard Graubner treffen auf antike Plastiken der Khmer, Calder-Mobiles auf Möbel von Marcel Breuer.


Eine von Erwin Heerichs Bauskulpturen auf der Museumsinsel Hombroich,
Foto:Tomas Riehle, © Stiftung Insel Hombroich

Nur ein paar Minuten entfernt entspinnt sich hinter den eleganten Sichtbetonwänden der von Tadao Ando entworfenen Langen Foundation ein Dialog zwischen japanischer Kunst aus acht Jahrhunderten und Werken der westlichen Moderne von Cézanne bis Warhol.



Tadao Andos Bau für die Langen Foundation, ,
Foto/©: Tomas Riehle/artur

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