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Künstlichkeit und Vergänglichkeit sind auch zwei Assoziationen, die die Arbeiten von Andrea Splisgar auslösen, die zugleich an der Farbgestaltung des Standes mitgewirkt hatte. Ihre schwebenden Licht- und Federobjekte erinnern ebenso an Artefakte aus dem Naturkundemuseum wie außerirdische Lebensformen. Heavenly Machines nennt die in Berlin und Italien arbeitende Künstlerin ihre amorphen Schöpfungen.


Der Eingangsbereich des Standes der Deutschen Bank auf der TEFAF,
Foto: Maria Morais

Wie auch in Splisgars Filmen und Performances geht es um den Prozess der körperlichen und spirituellen Transformation. Die Verbindung von kaltem, geschliffenem Stahl und warmem, organischem Material lässt Splisgars Schöpfungen zu eleganten Fetischobjekten werden. Ihre schwebende Leichtigkeit, die von ihrem Leuchten noch verstärkt wird, betonte auch den dramatischen, bühnenhaften Charakter von Sugimotos Großformaten.



Hiroshi Sugimotos Richard III in der VIP-Lounge,
Foto: Maria Morais

Seine poetische Wirkung und die vielfältigen Reflexionen zum Thema Imitation of Life entfaltete der Stand der Deutschen Bank eher unaufdringlich, für die visuelle Umsetzung gab es von Seiten der Besucher reichlich Lob: Sie tauschten sich hier unangestrengt unter den Blicken eines Rembrandt oder Shakespeare aus. Wo man anschließend selbst seine Augen kreisen ließ, um sich trotz der qualitativen Überfülle vielleicht für Jawlenskys Frauenkopf mit braunen Locken ( Galerie Thomas), ein Mobilé von Alexander Calder für zwei Millionen Euro ( Gagosian), einen barocken Silberhumpen oder die antike Herkules-Iphikles-Gruppe bei Sascha Mehringer zu entscheiden, blieb jedem für sich überlassen. Bloß schnell musste man als einer der über 100.000 Messebesucher sein, denn keines der erwähnten Gemälde und Objekte ging am Ende in die Transportkiste seines Händlers zurück.

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