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Leben mit Kunst:
Friedhelm Hütte über die Messeaktivitäten der Deutsche Bank Art



      Friedhelm Hütte, 2005
Auch in diesem Herbst sponsert die Deutsche Bank die Frieze Art Fair in London – eine der größten internationalen Kunstmessen für junge Kunst. Wie schon im letzten Jahr präsentiert sich die Bank mit einem eigens entworfenen Stand auf der Messe. Im Vorfeld der Frieze, die am 21. Oktober für das Publikum eröffnet, hat db-artmag Friedhelm Hütte, Direktor der Deutsche Bank Art, im Interview zu den Messeaktivitäten der Bank befragt.

In diesem Jahr ist die Deutsche Bank bereits zum zweiten Mal Hauptsponsor der Frieze Art Fair und auch auf der Art Cologne wird sie wieder mit einer VIP-Lounge vertreten sein. Das sind gleich zwei der größten europäischen Kunstmessen. Wie begründet sich dieses Engagement?

Friedhelm Hütte: Die Kunstmessen sind für uns ein geeignetes Forum, um über die Kunstaktivitäten der Bank zu informieren und eine hohe Aufmerksamkeit für dieses Engagement in der Öffentlichkeit zu erzielen. Es gibt ja eine rege Beteiligung der Presse mit einer umfangreichen Berichterstattung zu diesen Ereignissen. Zudem können wir auf den Kunstmessen mit Künstlern und Galerien, mit denen wir zusammen arbeiten, ganz zwanglos in Kontakt treten oder etwa auf unser monatliches online Kunstmagazin www.db-artmag.de aufmerksam machen, für das wir auf diesen Auftritten regelmäßig neue Abonnenten gewinnen. Nicht zuletzt bietet es sich natürlich auch an, Kunden der Bank einzuladen, sie anzusprechen und ihnen in diesem Rahmen einen besonderen Service zu bieten. Auch aus diesem Grund sind vor allem das Private Wealth Management zusammen mit der Deutsche Bank Art an einer Präsenz auf den Kunstmessen interessiert.



Stand der Deutsche Bank Art auf der TEFAF, Maastricht, 2005
Foto: Pieter de Vries

Auch in den kommenden zwei Jahren wird die Deutsche Bank die Frieze Art Fair als Hauptsponsor unterstützen. Warum haben Sie sich für keine deutsche Kunstmesse entschieden, wie etwa das Berliner Art Forum, das durchaus einen potenten Sponsor gebrauchen könnte ?

Richtig, Hauptsponsor sind wir nur bei der Frieze, aber diese Entscheidung ist ja keine, die die Kooperation mit weiteren Messen in anderer Form oder einen besonderen Auftritt aus diesen Anlässen ausschließt. So haben wir beispielsweise vor drei Jahren eine "After Party" in Berlin anlässlich des Art Forums ausgerichtet. Das können wir uns in Zukunft eventuell auch wieder vorstellen. Das besondere an der Frieze ist, dass sich außer uns auch die Geschäftsbereiche in London in außerordentlicher Weise dafür eingesetzt und engagiert haben, sich mit neuen Kunstmessen zu verbinden. Das wäre zum Beispiel in Berlin so nicht möglich gewesen. Durch dieses spezielle Engagement der Deutschen Bank in London hat sich diese Anbindung ergeben können, die nun auch längerfristige Förderung ermöglicht. Das bietet der Deutschen Bank eine attraktive Gelegenheit, sich in Großbritannien positiv zu positionieren.



Stand der Deutsche Bank Art auf der Frieze Art Fair, London, 2005
Foto: Lee Madwsley


Wie wird sich die Deutsche Bank auf der Frieze Art Fair präsentieren?

Wir richten eine großzügig gestaltete VIP-Lounge für unsere Kunden und Gäste sowie für die Künstler ein. Zum ersten Mal haben wir in einem öffentlichen Teil der Lounge zwei Künstlerinnen, die in Berlin leben, Ursula Döbereiner und Kirstine Roepstorff, gebeten, speziell für unsere Präsentation einen künstlerischen Beitrag zu entwerfen, den wir auf der Messe vorstellen. Außerdem wird es zu unserer Unterstützung der Frieze eine entsprechende Werbung in London und zusätzliche Veranstaltungen geben. Für unsere interessierten Mitarbeiter haben wir ein Kontingent an Freitickets für die Frieze zur Verfügung gestellt. Die Nachfrage danach war so groß, dass bereits innerhalb eines Tages die Tickets komplett verteilt waren. Zudem wird es Talks mit bereits bekannten und jungen Kuratoren geben, darunter Iwona Blazwick von der Whitechapel Art Gallery. Eine weitere Kooperation in diesem Rahmen besteht mit der Londoner Kunstzeitung, dem Art Newspaper. Dort wird u.a. ein ausführlicher Bericht zu Ursula Döbereiner und Kirstine Roepstorff veröffentlicht. Während der Messe bringt die Zeitung täglich Sonderausgaben heraus, in denen sie uns eine Zeitungsseite zur Verfügung stellt, auf der jeweils auch die Künstler, deren Arbeiten in der Lounge präsentiert sind, vorgestellt werden.



Stand der Deutsche Bank Art auf der Art Frankfurt, 2004
Foto: Alexander Geh

In diesem Jahr gibt es für Kunden und Gäste der Deutschen Bank ein umfangreiches VIP-Programm auf der Art Cologne. Welche Highlights erwarten die Besucher?

Das besondere in diesem Jahr ist eine Kooperation mit dem Magazin AD-Architectural Digest. Wir werden uns in einer gemeinsamen Lounge präsentieren, wobei AD für die Innenarchitektur und wir für die Kunstwerke bei der Gestaltung der Lounge verantwortlich sind. Der Auftritt steht unter dem Thema "Leben mit Kunst" und passt somit hervorragend zu unserem Konzept der " Kunst am Arbeitsplatz", das für die Sammlung des Unternehmens richtungweisend war und ist.

Was ist für sie persönlich an der Frieze besonders faszinierend?

Die Frieze Art Fair ist fast ähnlich international ausgerichtet wie die Art Basel, konzentriert sich aber stärker auf die zeitgenössische Kunst, also auf den Fokus der Bank. London verbindet darüber hinaus auf einzigartige Weise die Mode-, Musik- und Kunstwelt und zieht dadurch ein zusätzliches Publikum an. Das birgt einen gewissen Reiz. Mir persönlich gefällt das ganz besonders gut.