In dieser Ausgabe:
>> Deutsche Bank auf der Frieze Art Fair
>> Presseschau Douglas Gordons "The Vanity of Allegory"
>> Kunstmessen 2005: Interview mit Friedhelm Hütte

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London calling:
Die internationale Kunstszene trifft sich auf der dritten Frieze Art Fair



Aus dem Stand gelang ihr 2003 der Sprung unter die wichtigsten internationalen Kunstmessen und auch im dritten Jahr schreibt die Frieze Art Fair weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Der Fokus der Messe liegt auf junger Kunst, und gerade das macht sie für die Deutsche Bank zu einem interessanten Partner. Die Bank engagiert sich auch in den kommenden Jahren als Hauptsponsor der Frieze und stellt jetzt ihr Kunstengagement erneut mit einem eigenen Stand in London vor.



Das Messezelt der Frieze Art Fair Foto © Frieze Art Fair

Sie gilt als die angesagteste Kunstmesse Europas. In dem weißen Zelt am Rande des Regent's Parks sorgen Celebrities, Models und Musikstars für A-List-Glamour, Royals treffen hier auf Medienmacher, Finanziers plaudern mit Botschaftern. Aber vor allem lockt die Frieze Art Fair vom 20. bis 24. Oktober Kunstenthusiasten, Sammler und die weltweit einflussreichsten Galeristen für zeitgenössische Positionen in die Londoner City. Die Deutsche Bank hat also gute Gründe für ihr Sponsoring des Events, legt sie doch selbst seit langem besonderen Wert auf die Unterstützung aktueller Kunst. "Was diese Messe so außergewöhnlich macht, ist die hohe Qualität der teilnehmenden Galerien und die Konzentration auf junge, aufstrebende Künstler," meint Pierre de Weck, Global Head of Private Wealth Management und Mitglied des Executive Committee der Deutschen Bank, "und wir sind stolz darauf, an solch einer spannenden und dynamischen Veranstaltung beteiligt zu sein und das weltweite Engagement der Deutschen Bank für neue Kunst und neue Ideen so vorantreiben zu können".


Blick in die Frieze Art Fair Foto © Frieze Art Fair
Elizabeth Peyton, Michael Clark, 2005, Courtesy Two Palms



Die Stände auf der größten Londoner Messe für Gegenwartskunst waren auch diesmal äußerst begehrt: Kein Wunder bei rund 42.000 Besuchern und rund 26 Millionen Pfund Umsatz im Vorjahr . Mehr als 450 internationale Galerien haben sich beworben, 160 von ihnen stellen sich jetzt in London mit Arbeiten ihrer wichtigsten Künstler vor. Viele der gezeigten Arbeiten stammen frisch aus dem Atelier und ermöglichen es den Besuchern, sich ein Bild von den momentanen Trends der Kunstszene zu machen. Dafür sorgt auch das Frieze-typische Nebeneinander von etablierten Global Playern des Kunstmarkts wie Barbara Gladstone aus New York, White Cube, dem Londoner Stammhaus der Young British Artists, oder Thaddaeus Ropac aus Salzburg und profilierten Newcomern wie Peres Projects aus Los Angeles oder Iris Kadel aus Karlsruhe.


Hussein Chalayan, The Absent Presence, 2005,
Courtesy Galerist


James Welling, 031, 2004,
Courtesy Donald Young Gallery

Prominent vertreten ist natürlich die aktuelle Britische Kunst mit provokanten Skulpturen von Sarah Lucas, Portraits von Elisabeth Peyton oder Fotografien von Hussein Chalayan, der sich zwischen den Feldern Kunst und Mode bewegt. Jockum Nordström aus Stockholm zeigt seine intimen, an Kinderzeichnungen erinnernden Papierarbeiten. Eine Videoprojektion des in Puerto Rico lebenden Künstlerduos Allora & Calzadilla treffen hier auf Installationen des Südkoreaners Do-Ho Suh und der wohl international erfolgreichsten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama, die seit den Sechzigern nicht nur Leinwände, sondern auch ganze Räume mit Punkten und netzartigen Strukturen überzieht.



Yayoi Kusama, Dots Obsession, 2000, Installationsansicht,
Courtesy Studio Guenzani

Äußerst stylish präsentiert sich die Deutsche Bank auf der diesjährigen Frieze: "Contemporary Maroccan" lautet das Schlagwort für den Look der großzügigen VIP-Lounge, in der sie Kunden und Gästen einen Einblick in die weltweit größte Corporate Collection gibt – die überwiegend monochromen Arbeiten schweben vor dunklen Wänden. Im öffentlichen Bereich des Zeltes im Regent’s Park erwartet die Besucher hingegen eine Installation der Berliner Künstlerin Ursula Döbereiner, die den Stand der Deutsche Bank Art gestaltet hat.


Ursula Döbereiner, spaces into spaces, 2005,
Entwurf für den Messestand der Deutsche Bank Art
©Ursula Döbereiner, Courtesy Laura Mars Grp.

Während man sich hier über das Kunstengagement der Bank und das Internetmagazin db artmag informieren kann, ist man von einer riesigen, begehbaren Zeichnung umgeben. Für ihre Arbeit hat Döbereiner Wände und und Counter der Lounge mit riesigen Papierbahnen tapeziert. Darauf überblendet sie digitalisierte Handzeichnungen mit am Computer entworfenen Images: Filmmotive, Close-ups von technischem Equipment und Slogans überlagern sich zu einer monumentalen Collage.

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