In dieser Ausgabe:
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Einzigartiges Fördermodell:
Die Deutsche Bank ist auch für die nächsten drei Jahre Partner des Frankfurter MMK



Zuletzt sorgte hier Elaine Sturtevant mit The Brutal Truth für Furore, zurzeit werden mit What’s New Pussycat? die zahlreichen Neuerwerbungen und Schenkungen der vergangenen drei Jahre vorgestellt, die den Grundstock der hauseigenen Sammlung bilden. Das 1983 gegründete Frankfurter Museum für Moderne Kunst (MMK) ist nicht nur das jüngste Museum der Mainmetropole, sondern inzwischen eine international renommierte Institution. Die nachhaltige Entwicklung des Museums wird mit einem in Deutschland einzigartigen Fördermodell gesichert: Sieben führende Wirtschaftsunternehmen unterstützen das MMK als Partner. Neben der Deutsche Bank AG gehören auch die DekaBank, die Delton AG, die Eurohypo AG, die Helaba, die KfW Bankengruppe und die UBS Wealth Management AG zu den Sponsoren. Über einen Zeitraum von drei Jahren engagieren sich diese Unternehmen mit einem jährlichen Betrag von 40.000 Euro für die Belange des Frankfurter Museums. Im Gegenzug hat sich die Stadt Frankfurt bereit erklärt, dem MMK nochmals die gleiche Summe im Rahmen eines Matching Funds zur Verfügung zu stellen. Durch diesen Spendenfonds werden dem MMK pro Jahr also insgesamt 560.000 Euro an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung stehen.

Vor allem in einem Punkt ist dieses Partnerschaftsmodell außergewöhnlich, garantiert es doch die so wichtige langfristige Planungssicherheit für museumsspezifische Aufgaben, wie zum

Beispiel auch den Ausbau der international bedeutenden Sammlung des MMK. Mit Hilfe des Modells ist es dem MMK bereits in den letzten drei Jahren gelungen, eine Sammlungspolitik zu entwickeln, die weltweit beachtet wird. Wer sich von der Vielfalt der Neuankäufe überzeugen will kann dies noch bis zum Juli 2005 tun. What's New Pussycat? vereint in einer dichten Abfolge Werke und Werkgruppen unter anderem von Francis Alÿs, Robert Barry, John Bock, Martin Boyce, Anton Henning, Carsten Höller, Douglas Gordon, Greg Lynn/Fabian Marcaccio, Anthony McCall, Aernout Mik, Steven Parrino, David Reed, Gregor Schneider, The Atlas Group/Walid Raad.

Für das MMK ist die eigene Sammlung die tragende Säule des Museums und nimmt eine Funktion ein, die nicht durch auf Zeit geborgte Werke ersetzt werden kann. Eine öffentliche Sammlung muss dauerhaft sein, denn die Auseinandersetzung mit Kunstwerken ist langfristig. Nur wenn immer wieder auf die gleichen Werke zurückgegriffen werden kann, nur wenn es möglich ist, immer wieder die Werke einer neuen Betrachtung zuzuführen, sie unter veränderten Vorzeichen zu interpretieren, entgehen wir den schnellen Antworten und dem schnellen »Verstehen«. Deshalb ist die dauerhafte Anwesenheit der Werke, die einen Spannungsbogen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart entwerfen, auch über Generationen hinweg unverzichtbar. In diesem Sinne versteht die Deutsche Bank ihre Beteiligung an dem einzigartigen Fördermodell als ein zukunftsorientiertes kulturpolitisches Engagement für die gesellschaftlichen Aufgaben des Museums.

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