In dieser Ausgabe:
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>> Visionäre Räume: Zaha Hadid

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25 - Die Jubiläumsausstellung der Sammlung Deutsche Bank


Die weltweit größte Unternehmenssammlung feiert ihren 25. Geburtstag mit einer spektakulären Jubiläumsschau im Deutsche Guggenheim. "25" präsentiert herausragende Werke von der Klassischen Moderne bis zu ganz aktuellen Positionen zeitgenössischer Kunst, ausgewählt von 25 Paten. Die prominenten Freunde und Wegbegleiter der Sammlung aus Wirtschaft, Kunst und Kultur haben für die Jubiläumsausstellung ihre ganz persönlichen Highlights ausgesucht. Zusätzlich wirft die Sektion "Curator`s Choice" einen Blick in die Zukunft der Sammlung Deutsche Bank. Das visionäre Ausstellungsdesign der Londoner Star Architektin Zaha Hadid verwandelt die Ausstellungshalle Unter den Linden in einen Parcours für die Kunst. Achim Drucks stellt die Geburtstagsschau "25" vor.



Max Ernst, Le Capricorne, (1948-64)
im Innenhof der Düsseldorfer Niederlassung der Deutschen Bank

Vor dem Deutsche Guggenheim in Berlin hält ein archaisches Herrscherpaar Hof. Wie Regenten aus einer anderen Welt thronen die mythischen Figuren mitten auf Berlins schönstem Boulevard im Zentrum der Hauptstadt. Le Capricorne - zu Deutsch Steinbock - heißt die eindrucksvolle Bronzeplastik des Surrealisten Max Ernst, die bis zum 19. Juni 2005, das Empfangskomitee für die Besucher der Jubiläumsschau 25 bildet. Das von Kunstberater Dr. Christoph Graf Douglas für die Ausstellung ausgewählte Werk weist den Weg zur Jubiläumsschau, der sich im Inneren des Deutsche Guggenheim entfaltet. Für 25 hat die Star-Architektin Zaha Hadid die Ausstellungshalle und die umliegenden Räume des Bankgebäudes radikal verwandelt - in eine von Tunneln durchzogene, sphärische Raumlandschaft, organisch und technoid zugleich.



Ausstellungsarchitektur von Zaha Hadid für "25"
im Deutsche Guggenheim, Entwurfszeichnung, (c) Zaha Hadid Ltd.

Die visionäre Ausstellungsarchitektur bildet den ungewöhnlichen Rahmen für die rund 300 Meisterwerke aus der Sammlung Deutsche Bank. Anlässlich des 25. Geburtstags wurden 25 Wegbegleiter und Freunde eingeladen, herausragende Arbeiten aus der Sammlung auszuwählen - ihre Lieblingsstücke, die für sie den Geist des Kunstengagements der Bank verkörpern und eine persönliche Bedeutung haben. So schildern die Paten - Museumsdirektoren, Kuratoren, Galeristen, langjährige Berater, aber auch Vorstandsmitglieder der Bank - ihre ganz eigene Sicht auf die Corporate Collection. (Das Verzeichnis aller Paten finden Sie hier.) Entsprechend facettenreich präsentiert sich die Auswahl: Sie reicht von Werken der Neuen Sachlichkeit wie George Groszs bissigem Aquarell Menschen im Kaffeehaus (1918) bis zu Bill Violas allegorischer High-Tech Videoinstallation Going Forth By Day (2002).



Bill Viola, Going Forth By Day (Detail), The Voyage, 2002,
(c) Deutsche Guggenheim, Berlin/ Bill Viola

Heute umfasst die mittlerweile größte Firmensammlung der Welt über 50.000 Arbeiten. Den Schwerpunkt bilden hierbei Werke auf Papier. Doch auch Gemälde, Skulpturen und Video-Installationen sind in der Sammlung vertreten und runden den immensen Bestand an Arbeiten ab, der zugleich ein Jahrhundert der Kunst repräsentiert - von der Klassischen Moderne bis in die jüngste Gegenwart. Wie soll also das Jubiläum der Sammlung repräsentativ gefeiert werden? Um ihre Geschichte Revue passieren zu lassen, den aktuellen Status zu dokumentieren und die zukünftige Ausrichtung des Kunstprogramms der Deutschen Bank zu veranschaulichen, schlägt Dr. Ariane Grigoteit als Direktorin der Sammlung und Kuratorin der Ausstellung neue Wege ein: "Wir wollen es dem Besucher nicht zu leicht machen, nicht zu gefällig sein. Die Sammlung Deutsche Bank ist eine junge Sammlung, die immer zukunftsorientiert war. Das soll mit allen Sinnen spürbar und erfahrbar sein." In diesem Sinne entwickelte Grigoteit ein Konzept, das zwar den kunsthistorischen Zusammenhang der Sammlung berücksichtigt, aber nicht gradlinig durch 100 Jahre Kunst führt. "Die Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Unternehmenssammlung kann auf unendlich viele Weisen erzählt werden," sagt die Kuratorin. "Es ist völlig beabsichtigt, dass der Besucher in ein Labyrinth aus Ideen, visuellen Eindrücken und zeitgeschichtlichen Bezügen geführt wird. Die Ausstellung fordert geradezu auf, sich ein persönliches Bild zu machen, von ausgetretenen Wegen abzuweichen."



Yutaka Sone: Birthday Party,1997
Sammlung Deutsche Bank, (c) Yutaka Sone, Gallery SIDE 2, Tokio

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