Magical Mystery Tour

Der Drifter: Peter Doig

100 Jahre Melancholie: Wie kein anderer zeitgenössischer Maler erzeugt Peter Doig mit seinen Arbeiten eine unheimliche und doch vertraute Atmosphäre, in der sich der Blick auf alltägliche Situationen mit dem Wissen um die Geschichte der Kunst überkreuzt. Ein Gespräch über Doigs Liebe zu rätselhaften Details, stilprägende Vorbilder von Eduard Manet bis Quentin Tarantino, Historienmalerei mit falschem Bart und sein heutiges Leben in Trinidad.


Magical Mystery Tour

"Das MoMA in Berlin" zieht mit der Rückkehr zu den Wurzeln der Moderne bereits seit über drei Monaten ein Massenpublikum an. Aber auch Künstler wie Peter Doig, Karen Kilimnik oder die neue deutsche Malerei berufen sich bei ihrem Blick in die Zukunft auf Vorbilder aus der Vergangenheit. Oliver Koerner von Gustorf über den Stellenwert nostalgischer Sehnsucht und aktuelle künstlerische Strategien der Erinnerung.


Interview Ilya und Emilia Kabakow

Bekannt geworden als Schlüsselfigur des "Moskauer Konzeptionalismus" gilt Ilya Kabakov als einer der bedeutendsten Vertreter russischer Gegenwartskunst. Seit 1989 arbeitet er mit seiner Frau Emilia zusammen. Kabakovs Arbeiten gleichen vielstimmigen Erzählungen, in denen sich Fiktion, Biografie, persönliche und kollektive Erinnerungen überlagern. Cheryl Kaplan hat das Ehepaar in ihrem Haus auf Long Island besucht.


Zeitreisen mit Abetz & Drescher

Das Berliner Künstlerduo Maike Abetz und Oliver Drescher arbeitet sich mit Spaß am Zitat und großer Begeisterung für die Popmusik der sechziger Jahre durch sämtliche kulturellen Speicher. Mit ihrem gemalten Remix quer durch die Epochen wollen sie nicht bloß einer "Profanisierung der Medien" entgegenwirken, sondern auch zeigen, dass die einst universelle Bildsprache der Renaissance noch immer ihre Gültigkeit besitzt.


Kunst und die Erfindung der Vergangenheit

Inspirationsquelle, kultureller Speicher und ideeller Zufluchtsort: Selten zuvor hat sich eine junge internationale Kunstszene so sehr für Vergangenheit interessiert. Diesem Phänomen ist das Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe von db-artmag.de gewidmet. Worin liegt die Magie der Erinnerung? Zeugt die Sehnsucht nach dem Gestern von Nostalgie oder ist sie ein melancholischer Blick auf bessere Zeiten? +++++ Der britische Maler Peter Doig setzt bewusst Strategien der Kunstgeschichte ein, um sein Personal mit einer geheimnisvollen Atmosphäre zu umgeben – als „Drifter“, wie er im exklusiven Interview anlässlich seiner Ausstellung in der Münchner Pinakothek der Moderne erklärt +++++ Künstlerinnen wie Karen Kilimnik, Monika Baer oder die neue deutsche Malerei greifen auf romantische Idyllen ebenso wie auf die Errungenschaften der Moderne zurück. Oliver Koerner von Gustorf hat nachgeforscht, warum sich die zeitgenössische Kunst wieder verstärkt an Sinnlichkeit und Innerlichkeit, an den Stilen und Werten früherer Epochen orientiert. +++++ Für Ilya und Emilia Kabakov ist Geschichte an das Scheitern der Sowjetunion gebunden. Cheryl Kaplan hat mit dem in der Nähe von New York lebenden russischen Künstlerehepaar über das kollektive Gedächtnis und den speziellen Pessimismus des Ostens gesprochen. +++++ Maike Abetz und Oliver Drescher sind bekennende Sixties-Fans. Wie aus ihrer Liebe zu Jimi Hendrix und Rolling Stones eine universale Bildsprache entstehen kann, haben sie Harald Fricke beim Besuch in ihrem Berliner Atelier erzählt.