In dieser Ausgabe:
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Wie die Spiegel an die Wand kamen: Zum Ausstellungsaufbau von Gerhard Richters Acht Grau.




 
  

 

Montag, den 6.Oktober, vier Tage vor der Eröffnung der Ausstellung: Pünktlich um sechs Uhr morgens treffen die über fünf Meter hohen Transportkisten mit den acht grau emaillierten Spiegeln ein. Mit einem Kran werden sie vom Transporter auf die Straße geladen. Durch die Tür passen sie so nicht.



 
  

 

Wieder tritt der Kran in Aktion. Er hebt die riesigen Kisten auf einen Hubwagen, wo sie in einem speziellen Neigungswinkel befestigt werden. Jetzt können die Arbeiter den Wagen durch die Tür ins Deutsche Guggenheim rollen. Um 11 Uhr stehen die acht Spiegel in der Ausstellungshalle. Gewicht: 450 Kilogramm reines Glas. Hergestellt wurden sie vom Verroplan Ingenieurbüro.

Dort werden sie ausgepackt und noch einmal gereinigt. Zuvor waren Metallhalterung in der passenden Größe in die Wände der Ausstellungshalle eingelassen worden. Auch auf den Rückseiten der acht Spiegel befinden sich Halterungen, die mit denen in der Wand verschraubt werden müssen. Wieder tritt der Kran in Aktion. An seinem Arm sind fünf Saugnäpfe befestigt, die die Spiegel packen und hochheben, bis sie in die Halterungen an der Wand passen.



 
  

 

Die verschiedenen Neigungswinkel entstehen dadurch, dass die Schrauben, die die beiden Halterungen miteinander verbinden, verschieden justiert werden: So können genau die Neigungswinkel fixiert werden, die Gerhard Richter für jedes Glas festgelegt hat. Bis alle Spiegel an der Wand hängen, wird es Dienstag 17.30 Uhr.

Konstruktionszeichnungen zu Aufbau und Spiegeln finden Sie auch im Katalog der Ausstellung.

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