Reconstruction of Matschinsky-Denninghoff's sculpture "Berlin" on the Tauentzien. Photo: Mathias Schormann
|
Reconstruction of Matschinsky-Denninghoff's sculpture "Berlin" on the Tauentzien. Photo: Mathias Schormann
|
Reconstruction of Matschinsky-Denninghoff's sculpture "Berlin" on the Tauentzien. Photo: Mathias Schormann
|
Reconstruction of Matschinsky-Denninghoff's sculpture "Berlin" on the Tauentzien. Photo: Mathias Schormann
|
Reconstruction of Matschinsky-Denninghoff's sculpture "Berlin" on the Tauentzien. Photo: Mathias Schormann
|
Reconstruction of Matschinsky-Denninghoff's sculpture "Berlin" on the Tauentzien. Photo: Mathias Schormann
|
Reconstruction of Matschinsky-Denninghoff's sculpture "Berlin" on the Tauentzien. Photo: Mathias Schormann
|
„Berlin“ by day. Photo Achim Drucks
|
|
|
Es ist Millimeterarbeit. Scheinwerfer tauchen die Baustelle auf dem abendlichen Tauentzien in helles Licht, während der letzte Teil der Skulptur Berlin von einem Kran langsam herabgelassen wird. Der Wiederaufbau dieses Wahrzeichens der Hauptstadt wird von zahlreichen Passanten beobachtet. Immer wieder blitzen Kameras und Fotohandys. Die rund eine Tonne schwere Metallröhre muss auf acht kleinen Metallzapfen platziert werden, die aus dem Betonfundament ragen. Das in sich gedrehte, neun Meter lange Objekt so zu platzieren, dass die Löcher in seiner Bodenplatte passgenau auf die Zapfen aufgesetzt werden können, ist nicht leicht. Immer wieder muss dabei der Abstand zu den bereits stehenden Teilen der Arbeit überprüft werden. Kurz nach 18 Uhr ist es dann so weit: Die letzte der vier Röhren wird aufgesetzt, die Skulptur steht wieder an ihrem angestammten Platz schräg gegenüber vom Europa-Center. Es war dieses Jahr die zweite aufwendige Umsetzungsaktion eines Kunstwerks aus der Sammlung Deutsche Bank. Bereits im September wurde Max Bills monumentale Skulptur Kontinuität (1986) in der neuen Grünanlage neben den Deutsche Bank-Türmen in Frankfurt aufgestellt.
Berlin ist das Hauptwerk des Bildhauer-Ehepaars Matschinsky-Denninghoff. Die Skulptur entstand zur 750-Jahr-Feier der Stadt und wurde im Rahmen des Skulpturenboulevards realisiert. "Wir versuchen, etwas von der Berliner Situation auf symbolische Art zu vermitteln", so das Paar zu seiner Arbeit. Und tatsächlich wurde ihr Entwurf, der an zwei gesprengte Kettenglieder denken lässt, zu einem Sinnbild für das damals noch geteilte Berlin – und zu einem beliebten Fotomotiv für Touristen aus aller Welt. Nach Ende des Projekts Skulpturenboulevard wurde die Arbeit von der Sammlung Deutsche Bank erworben und für die Stadt gesichert. Wegen Sanierungsarbeiten an dem darunter verlaufenden U-Bahn-Tunnel musste Berlin im Juni dieses Jahres abgebaut und zwischengelagert werden. Diese Zwangspause wurde allerdings gut genutzt: Die Skulptur wurde poliert und sorgt nun für neuen Glanz auf dem Tauentzien.
|