Max Bill’s sculpture “Continuity” has been relocated last Saturday.
Photo: Frank Marburger
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The monolith has now found the perfect location in newly created garden area alongside the Deutsche Bank Towers in Frankfurt am Main.
Photo: Frank Marburger
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Moving the object, which is made from a single block of granite, required the highest degree of logistics
Photo: Frank Marburger
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A crane lifted “Continuity” and then slowly lowered it in its new location.
Photo: Frank Marburger
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Max Bill’s sculpture “Continuity” (1986) weighs a full 66 tons and is by far the heaviest work in the Deutsche Bank Collection.
Photo: Frank Marburger
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Sie ist das mit Abstand schwergewichtigste Werk in der Sammlung Deutsche Bank. Ganze 66 Tonnen bringt Max Bills Skulptur Kontinuität (1986) auf die Waage. Jetzt hat der aus sardischem Granit gefertigte Monolith seinen optimalen Standort gefunden: Am Wochenende wurde er in die neu entstehende Grünanlage neben den Deutsche Bank-Türmen in Frankfurt am Main umgesetzt. Hier spiegelt sich die Kontinuität in einer Wasserfläche und kann so ihre faszinierende Wirkung noch besser entfalten. Zugleich verweist der neue Ort auf die 1948 zerstörte Ursprungsversion der Arbeit – Bills Gipsmodell Unendliche Schleife, die direkt am Züricher See platziert war. Anfang der 1980er Jahre bot der Auftrag der Deutschen Bank dann dem Künstler die einmalige Chance, das verlorene Werk in veränderter und größerer Form als Granitskulptur zu realisieren.
Die Umsetzung des aus einem einzigen Block gearbeiteten Objekts erforderte ein Höchstmaß an Logistik. Zunächst errichteten Arbeiter ein Stahlgerüst um die Plastik, die aufgrund der Modernisierung des Deutsche Bank-Hauptsitzes 2008 ihren ursprünglichen Platz vor den Türmen hatte verlassen müssen und temporär in der Näher der Villa Sander aufgestellt wurde. Auf der grauen, blank polierten Oberfläche wurden eigens Sensoren angebracht, um während des Transports die Spannung in der Skulptur zu messen. Die Daten wurden an einen Laptop übermittelt und permanent von einem Experten ausgewertet. Ein Kran hob die Kontinuität in die Höhe, um sie dann an ihrem neuen Standort langsam herabzulassen. Zahlreiche Medienvertreter und Schaulustige beobachteten die aufwendige Aktion, erlebten, wie die monumentale Skulptur vorsichtig auf den drei Betonquadern in dem trapezförmigen Wasserbecken platziert wurde.
Die auf zwei parallel verlaufenden Möbiusbändern basierende Plastik ist die wohl bekannteste Arbeit Max Bills. Der 1994 verstorbene Künstler hat nicht nur als Maler und Bildhauer, sondern auch als Architekt, Typograph, Produktdesigner, Lehrer und Publizist das Erscheinungsbild des 20. Jahrhunderts geprägt. Als Vertreter der Konkreten Kunst ging es dem Bauhaus-Schüler darum, Werke zu schaffen, die auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruhen und somit Geistiges materialisieren, ohne jedoch symbolische Bedeutung zu besitzen. Mit seiner Kontinuität hat Bill dieses Ideal auf eindrucksvolle Weise verwirklicht. Ungeachtet dessen wurde die Skulptur auf der Plaza vor den Türmen zu einem beliebten Wahrzeichen für das Bankhaus.
Ihre Realisierung war überaus aufwendig. Ein riesiger Granitblock musste von einem Steinbruch auf Sardinien nach Carrara transportiert werden, wo Bill und ein Team von spezialisierten Bildhauern 1984 mit der Arbeit begannen. Zwei Jahre später war das Werk vollendet und trat seine Reise nach Deutschland an: auf dem Seeweg ging es über Gibraltar nach Rotterdam, von dort auf Rhein und Main zum Frankfurter Osthafen. Am 7. September 1986 war es schließlich so weit: mit Hilfe eines Krans wurde die Kontinuität von einem Tieflader auf ihren Sockel gesetzt – als monumentaler Abschluss der ersten Kunstausstattung der Türme. Ihr neuer Standort markiert auch jetzt den Abschluss der künstlerischen Konzeption des Hauses. In den Deutsche Bank-Türmen sind aktuell rund 1800 Kunstwerke von 100 Künstlern aus über 40 Ländern zu sehen. Die Auswahl von Zeichnungen und Fotografien lädt ein zu einer Entdeckungsreise durch die globale, zeitgenössische Kunstszene, die sich an über 900 Standorten der Bank fortsetzen lässt.
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