Deutsche Bank’s VIP Lounge at the TEFAF 2009, Photo: Pieter de Vries
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Friedhelm Hütte, Global Head Deutsche Bank Art, greets the guests at the opening of Deutsche Bank’s VIP Lounge, Photo: Maria Morais
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Max Hollein, Director of the Städel Museums in Frankfurt, and Dr. Christina Schroeter-Herrel, Director of Art Consulting, Private Wealth Management Deutsche Bank
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Entrance area TEFAF 2009
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TEFAF 2009, Photo: Loraine Bodewes
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Peter Paul Rubens , Portrait of a Young Man, Circa 1610 – 1613
Courtesy Bernheimer/Colnaghi (Munich/London)
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Richard Prince, Untitled (de Kooning), 2007
Courtesy of Haunch of Venison
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In Zeiten globaler wirtschaftlicher Turbulenzen stehen Kunstmessen auf dem Prüfstand. Während noch im letzten Jahr Meldungen über Spitzenverkäufe eine nicht enden wollende Expansion im Bereich der Gegenwartskunst signalisierten, scheinen die Zeiten des überhitzten und lifestyle-orientierten Marktes endgültig vorbei. Doch während auf wichtigen Messen wie der Londoner Frieze, der Art Basel in Miami oder der New Yorker Armory Show Stimmung und Kauflust eher verhalten waren, konnte die TEFAF im niederländischen Maastricht in diesem Jahr wieder ihren Ruf als die weltweit hochkarätigste Kunst- und Antiquitätenmesse behaupten: "TEFAF confirms Art Market remains solid" verkündeten die Organisatoren selbstbewusst kurz vor Abschluss der Messe.
Optimistisch war auch das Design der VIP-Lounge der Deutschen Bank, die sich dieses Jahr erneut als Sponsor für die TEFAF engagierte. In dem hellen, offen gestalteten Raum war eine Auswahl der Werke aus der Sammlung Deutsche Bank zu sehen, die 2011 an das Frankfurter Städel Museum übergeben werden. Die Arbeiten von Künstlern wie Georg Baselitz, Imi Knoebel, Sigmar Polke und Gerhard Richter waren auf den holzvertäfelten Wänden der Lounge in Clustern angeordnet. Dicht an dicht hängende Bilder wechselten sich mit freien Flächen ab und nahmen den Rhythmus der modernistischen Wandgestaltung auf. Die hochkarätigen Bilder luden zu einer assoziativen Reise durch die deutsche Nachkriegsmoderne ein. Am Eröffnungstag der Messe wurden die Gäste von Friedhelm Hütte, Global Head Deutsche Bank Art, begrüßt und Städel-Direktor Max Hollein würdigte die Bedeutung der Arbeiten aus der Unternehmenssammlung für das zukünftige Profil seines Hauses. Zudem bot die Lounge wieder den Rahmen für die traditionellen Kunstmarktgespräche der Deutschen Bank, in denen renommierte Experten über aktuelle Entwicklungen und Tendenzen informierten.
Allein am Eröffnungstag strömten annähernd 10.000 Besucher durch den neu gestalteten Eingangsbereich der Messe, der kühles Design mit opulenten Arrangements aus tausenden von Rosen verband. Auf der TEFAF steht Business as usual für Superlative. So reisten mehr als 150 Museumsdirektoren aus aller Welt an. Auf dem Airport Aachen-Maastricht landeten zur Vernissage dieses Jahr zwar 25 Privatjets weniger als 2008, doch es wurden noch immer 104 dieser High-Class-Accessoires registriert. Bei Champagner und Fingerfood kam es bereits am Eröffnungsabend zu bedeutenden Verkäufen: So wechselte bei den Altmeisterhändlern Konrad O. Bernheimer/Colnaghi (München/London) das um 1610 entstandene Porträt eines jungen Mannes von Peter Paul Rubens für fünf Millionen Euro den Besitzer. Dennoch zeichnen sich die Turbulenzen des Marktes auch auf der TEFAF ab – am ehesten allerdings im Bereich der Gegenwartskunst. Während wichtige Galerien wie etwa Jablonka (Berlin/Köln), Waddington (London) oder Moeller Fine Art (New York) fehlten, verzichtete man im zeitgenössischen Sektor ganz betont auf kontroverse Positionen. So zeigte Hauser & Wirth Louise Bourgeois’ frühe Stelen aus den vierziger und fünfziger Jahren neben Alberto Giacomettis Skulpturen. Das gefiel: Bereits zur Vernissage waren vier von Bourgeois Arbeiten zu Preisen zwischen 950.000 und 1,3 Millionen Dollar verkauft.
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