Mark Leckey, © Mark Leckey
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Mark Leckey, untitled, from "We are", 2001, Deutsche Bank Collection
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Mark Leckey, Resident Poster, © Mark Leckey
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Mark Leckey, Production still from “Felix Gets Broadcasted”, 2007, Courtesy Cabinet, London. Private Collection © Mark Leckey
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Kein töpfernder Transvestit, kein eingelegter Hai, kein Skandal - und schon sprachen Journalisten von einer der langweiligsten Turner Prize-Shortlists. Dabei besteht der Reiz der Arbeiten der vier Nominierten - Runa Islam, Mark Leckey, Goshka Macuga und Cathy Wilkes - gerade in ihrem Verzicht auf vordergründige Schock-Taktiken. Überraschend war es nicht, dass dann Leckey die bedeutendste britische Auszeichnung für zeitgenössische Kunst erhielt. Galt doch der 1964 geborene Künstler nicht nur bei den Buchmachern als der diesjährige Favorit. Nach Stars wie Madonna oder Yoko Ono durfte in diesem Jahr der Sänger Nick Cave den mit 25.000 Pfund dotierten Preis überreichen. Eine passende Wahl, schließlich ist Leckey, der auch in der Sammlung Deutsche Bank vertreten ist, selbst in seiner eigenen Band donAteller als Musiker aktiv.
In seinen Videos und Installationen setzt sich Leckey seit den 1990er Jahren mit Phänomenen der Popkultur auseinander. Etwa in dem Film-Essay Fiorucci Made Me Hardcore (1999), einer brillant montierten Hommage an die englische Clubszene der 1980er Jahre, der er den endgültigen Durchbruch verdankt. Sein Beitrag für die Ausstellung der Nominierten in der Tate Britain geht anhand von Beispielen, die von Hitchcock bis zu animierten Charakteren wie Homer Simpson und Felix the Cat reichen, Fragen der Wahrnehmung und Wirkung medialer Images nach. 2005 stellte der Frankfurter Portikus - unterstützt von der Deutsche Bank Stiftung - den Künstler vor. Seit diesem Jahr unterrichtet er auch als Dozent für Film an der dortigen Städelschule. 2007 erhielt Leckey den mit 75.000 Euro dotierten Central-Kunstpreis, der mit einer Einzelausstellung im Kölnischen Kunstverein verbunden war.
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