The Great Game to Come Abenteuerspielplatz im
Frankfurter Kunstverein
 The
Great Game to Come im Frankfurter Kunstverein Foto:
Norbert Miguletz © Frankfurter
Kunstverein, 2008
Experimentierfeld im
White Cube: Für eine Woche verwandelte sich der Frankfurter
Kunstverein, unterstützt von der Deutsche
Bank Stiftung, in eine riesige Spiellandschaft. Besucher konnten an
manipulierten Playstations psychedelische Bilder kreieren, wuchernde
Konstruktionen aus Holzlatten und Pappen erkunden oder an der
unvollendeten Skulptur eines Raumschiffs weiterbauen. Außerdem im Angebot
waren Karaoke-Veranstaltungen, Schnitz-Workshops, gemeinschaftliches
Sushi-Zubereiten.
 The
Great Game to Come im Frankfurter Kunstverein Foto:
Norbert Miguletz © Frankfurter
Kunstverein, 2008
Die Aktionswoche The
Great game to Come gab allen Besuchern – Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen – die Möglichkeit, sich bei freiem Eintritt an interaktiven,
kreativen Prozessen zu beteiligen. Das Projekt wurde von der Deutsche Bank
Stiftung gefördert. Seit langem engagiert sie sich für Initiativen, denen
es darum geht, Kreativität gerade von Kindern und Jugendlichen zu stärken.
Im Rahmen von The Great game to Come wurden Mitarbeiter der
Deutschen Bank exklusiv von Chus
Martinez, der Leiterin des Hauses, und dem Künstler Tobias
Rehberger durch den Abenteuerspielplatz Kunstverein geführt, während
ihre Kinder an Workshops teilnehmen konnten.
 The
Great Game to Come im Frankfurter Kunstverein Foto:
Norbert Miguletz © Frankfurter
Kunstverein, 2008
Im Foyer wurden zwei
historische, auf Kinder ausgerichtete Künstlerprojekte vorgestellt, an die
die Aktionswoche anknüpfte. Mit The Model for a Qualitative Society
installierte der dänische Künstler Palle
Nielsen im Oktober 1968 einen riesigen experimentellen Spielplatz in
den Ausstellungsräumen des Stockholmer Moderna
Museet. Hier konnten Kinder drei Wochen lang ihre Kreativität
entdecken.
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Kinderplanet, 1971 ©
Barbara Klemm, Frankfurt/Main
Darum ging es
auch beim Kinderplanet, den Thomas
Bayrle, Wolfgang
Schmidt und Studenten der Hochschule
für Gestaltung Offenbach 1971 auf dem Gelände der Frankfurter
Messe realisierten. Von der damaligen gesellschaftlichen
Aufbruchsstimmung geprägt, versuchten diese Aktionen, den Kunstbegriff zu
erweitern. Es ging dabei auch um ganz elementare Fragen: Welche Räume
setzen Kreativität in Gang? Wie werden Gruppen durch gemeinsame Aktionen
geformt? Wie funktioniert selbst bestimmtes Spielen? Fragestellungen, die
in der heutigen Zeit, in der das öffentliche Leben immer stärker
reglementiert wird, mindestens so aktuell sind wie in der Ära von
Studentenbewegung und antiautoritärer Erziehung.
 The
Great Game to Come im Frankfurter Kunstverein Foto:
Norbert Miguletz © Frankfurter
Kunstverein, 2008
Die Neuauflage zum
40-jährigen Jubiläum des Mai '68 wurde mit Hilfe der damaligen
Protagonisten, Palle Nielsen und Thomas Bayrle, realisiert. Den Studenten
der Frankfurter Städelschule
und der Kunstakademie in
Kopenhagen, die von ihren Professoren Tobias Rehberger und Nils
Norman unterstützt wurden, stand für "The Great Game to Come" die
gesamte Ausstellungsfläche des Kunstvereins zur Verfügung.
 The
Great Game to Come im Frankfurter Kunstverein Foto:
Norbert Miguletz © Frankfurter
Kunstverein, 2008
Das wohl spektakulärste
Projekt von The Great Game to Come war ein mehr als 20 Meter langes
aufblasbares Kunststoff-Objekt, das eine Schülergruppe zusammen mit dem
Team des Umwelt-Exploratoriums e.V.
konstruierte. Der Frankfurter Verein, gegründet von ehemaligen Studenten
des Fachbereichs Produktgestaltung an der Hochschule für Gestaltung
Offenbach, greift aktuelle Fragen zu Umwelt und Gesellschaft auf. Ein
Schwerpunkt liegt dabei in der anschaulichen Vermittlung komplexer
naturwissenschaftlicher Sachverhalte. Im Frankfurter Kunstverein
jedenfalls ist dies gelungen: Auf eindrucksvolle Weise wurde das Potential
der Sonnenenergie demonstriert. Die Strahlen, die durch das Glasdach auf
den schwarzen Gummi-Giganten fielen, heizten den selbstgebauten Ballon auf
und brachten ihn zum schweben.
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