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Artcouture Im März herrscht
Hochbetrieb auf
Pariser
Laufstegen. Bei
den
Pret-a-Porter-Schauen zeigen die
großen
Modehäuser ihre
Frauen-Kollektionen für den
kommenden
Herbst und Winter.
Das Spektakel
zieht nicht nur
Fachpublikum an,
sondern auch
Popstars,
Prominenz und
bildende Künstler.
Denn die Entwürfe
eines John
Galliano,
Alexander
McQueen oder
Issey Miyake sind
zur
Inspirationsquelle
für
zeitgenössische
Kunst geworden.
Die Grenzen
zwischen
Hochkultur, Pop
und Fashion lösen
sich allmählich
auf, deshalb
widmet sich
db-art.info in
diesem Monat der
„artcouture“.
++++++ Seit
Beginn der
Moderne haben
sich Künstler um
den
Brückenschlag zur
Mode bemüht: Der
Jugendstil wollte
mit funktionalen
Kleidern die
Frauen vom „Diktat
der Mode“
befreien. Doch
eine Künstlerin
wie Sonia
Delaunay sah es
ganz anders – und
eröffnete selbst
eine Boutique.
Harald Fricke über
Wahlverwandschaften im Zeichen
des Schicks, zu
denen Andy
Warhols Karriere
als Model ebenso
gehören wie die
Pullover-Skulpturen von Erwin Wurm,
die Vorbild für
Videoclips der
Red Hot Chili
Peppers sind.
++++++ Der
Künstler Takashi
Murakami arbeitet
mit seinem New
Yorker Kaikai Kiki
Studio an der
Entgrenzung von
Kunst und Mode.
Seine
Comic-Designs
und Vignetten
zieren Taschen
von Louis Vuitton.
Cheryl Kaplan hat
mit dem
japanischen
Shooting-Star
darüber
gesprochen, wie
Kunst die Massen
erreichen kann.
++++++ Issey
Miyakes Entwürfe
werden in Museen
ausgestellt,
während der
Couturier selbst
gerne mit
Künstlern
zusammenarbeitet. Heute folgt sein
künstlerischer
Leiter Naoki
Takizawa der
gleichen
Philosophie, wenn
er Takashi
Murakami oder
dessen
Assistentin Chiho
Aoshima
Modelinien und
Issey-Miyake-Shops gestalten lässt.
++++++ Manchmal
schafft zuviel
Gemeinsamkeit
auch Verwirrung:
„Die Entwürfe von
John Bock stellten
für die Beteiligten
eine
Herausforderung
dar, weil er die
Modelle vor der
Show über und
über mit
Rasierschaum
überzogen hatte“,
erinnert sich
Deutschlands
berühmteste
Modemacherin,
Claudia Skoda, im
Interview an die
Modenschau
„Kunst und Papier
auf dem Laufsteg“
zurück, die 1998
unter ihrer Leitung
im Deutsche
Guggenheim
stattfand. ++++++
Dagegen ist für
Olaf Nicolai Mode
das ideale
Material seiner
konzeptuellen
Arbeiten, weil sie
nicht nur
Schönheit und
Geschmack
sichtbar macht,
sondern auch
gesellschaftliche
Wünsche aufzeigt.
Kunst und Mode
sind Ausdruck von
Selbstwahrnehmung: So leben wir,
so schillern wir.
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